Rarissima 1 – 5 Archivtexte aus 4 Jahrhunderten


Der erste Text der vorliegenden Rarissima 1 entstammt der Alchemie: Philosophisches Licht und Schatten. Gegenstand des Textes ist der Stein der Weisen. Bezugnehmend auf Basilius Valentinus und andere bekannte Alchemisten, werden Experimente und chemisch-alchemische Anweisungen aufgeführt, die den Leser zur Bereitung des lapis philosophorum führen wollen. Interessant sind auch die sieben „Pictura“ aus der Zugabe, die sozusagen als Bildbeschreibung den Sinn des alchemistischen Werkes weiter erläutern wollen.

 

Karl Gottlob Antons Buch über Geheimnis und Gebräuche der Tempelherren ist eine Auseinandersetzung mit jener zeitgenössischen Meinung über die Templer, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Aus Gründen der Quellensichtung und weil Anton ein anderes Vorgehen als Friedrich Münter gewählt hat, halten wir es für wert, diesen Text zur Gegenüberstellung vorzulegen.

 

Ernst Christian Heinrich Peithmanns „Schriften für Gebildete und Denkende“ stellten in der Reihe „Biographia Antiqua“ (Start 1900) ab 1903 die „Gnostischen Väter“ vor. Die hier vorliegende Schrift von Peithmann: Jesu Verklärung und Himmelfahrt, aus der 5. Serie der Geheimreden Jesu scheint die einzige Schrift dieser Reihe zu sein. Sie beschäftigt sich spekulativ mit Jesus post-mortem und dessen Erscheinen vor seinen Jüngern.

 

Der Text von Jollivet Castelot: Die Herstellung von Gold auf Chemischem Wege beschäftigt sich, ebenso wie unser erster Text über Alchemie, mit der Herstellung von Gold, allein, der Alchemiker Castelot gibt nicht nur an, dass ihm die Wandlung geglückt sei, sondern fügt auch etliche Referenzen anderer Chemiker bei, denen dies ebenfalls, nach dem Verfahren Castelots, gelungen sein soll. Sein Bestreben galt der Herstellung von Gold auf chemischem Wege, ohne dass er dabei in die üblichen dunklen Spekulationen verfiel, wie auch der vorliegende Text beweist.

 

Gustav Meyrink ist der Autor so berühmter Bücher wie „Der Golem“, oder „Das Grüne Gesicht“. Als Herausgeber von Kernings Testament, veröffentlichte er unter dem Pseudonym Kama, Censor of the R. O. O. o. S. B. a. S., das seinen Ordensnamen im Kerning-Orden darstellte. Mit seinem Text wollen wir hier eine praktische Schrift vorlegen. In ihr werden Übungen angesprochen, mit denen man, im Sinne C. G. Jungs gesprochen, auf magische Art in Kontakt mit dem eigenen Selbst kommen könne.